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Kraftausdruck in den Pyrenäen

2010 Februar 17
von Uwe Alschner

Eines meiner Lieblingsblogs ist 4p2p von meinem Freund Dirk Jakob. Dirk hat sich auf meinen gestrigen Beitrag mit einem Kommentar gemeldet, den ich gerne nochmals auszugsweise zitiere:

“Leiden” ist widerum ein komplett anderes Thema. Leiden hat immer auch etwas mit Widerstand zu tun. Der “Leidende” wehrt sich gegen das zu “Lernende”. Selbstverständlich reden wir hier nicht von körperlichen Schäden, Unfällen oder ähnlichem … .

Aus diesem Grunde steigt das Maß des Leidens mit der Kraft des eingesetzten Widerstands – und ist somit nicht unbedingt notwendig. Wenn ich allerdings am Alten festhalte, dann leide ich, wenn ich mein Parardigma erkenne und feststelle, dass ich etwäs ändern muss. Eine Paradigma an sich ist weder gut noch schlecht – es setzt einfach Grenzen fest; es umschreibt einen Rahmen.

Ich kann verstehen, wie dieser Gedanke entsteht. Und er ist, für sich genommen, ja auch klar. Im Zusammenhang mit den Big 5 glaube ich aber nicht, dass es möglich ist, LEID zu erfahren, wenn man/frau/du/er/sie/es an seinem Big 5 arbeitet.
Big 5 bedeutet unbedingter Erfolg im Angesicht des letzten Stündleins im Sinne von “Erfüllung“. Leid ist da, wenn du ein Big 5 unerfüllt zurücklassen musst. Aber wenn du dich ihm näherst, also Fortschritte machst, können die vielleicht SCHWER fallen, aber sie heben dennoch deine Stimmung, weil du dem Ziel näher kommst.
Wenn du das Ziel vor Augen hast, wie kannst du da leiden? Oder anders: Wenn du da leidest, war es dann dein Ziel? Dann halt inne und denke neu über die Big 5 nach.
Klarstellung: Dieser Gedanke klingt hier vielleicht apodiktisch. Ist aber nicht so gemeint, sondern nur meine Art, MIR selbst etwas klar zu machen.
Kennt ihr die Geschichte von Udo Bölts und Jan Ullrich auf der Tour de France? In den Pyrenäen ist Jan für einen Moment von Zweifel befallen. Seine Kraft lässt nach. Er fällt zurück. Kommt Udo Bölts, sein Wasserträger und ruft ihm zu: “Quäl dich, du Sau”. Drastische Ausdrucksweise für das selbe Thema: Wenn du weisst, wofür du es machst, streng dich an und zieh durch! Du weisst, wofür du es tust. Wenn du aber leidest, steig ab und hör auf zu jammern. Denn niemand zwingt dich…

Auch weiterhin freue ich mich auf eure Beteiligung. Hier oder in der XING-Gruppe