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Das Leben ist zu kurz für Selbstmitleid. Und zu schön!

2011 März 17
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Gestern habe ich über den bevorstehenden Besuch von Nick Vujicic am 31. März in Erfurt berichtet. Eine Berufsangabe ist dabei unter den Tisch gefallen. Nick ist nicht nur Inspirational Speaker (das deutsche Wort “Motivationsredner” klingt mir zu technisch und zu wenig emotional). Nick ist auch Schauspieler. In dem Film The Butterfly Circus von Josh und Rebekka Weigl spielt Nick eine Hauptrolle, wenn nicht sogar die Hauptrolle. der Film handelt von einem Mann ohne Gliedmaßen namens Will, der sich in einer Kuriositätenschau eines Wanderzirkusses ausstellen und begaffen lassen muss. Es gibt ja sonst nichts, womit er sich nützlich machen könnte. Will ist “der Mann, den selbst Gott verlassen hat!” Die Menschen wenden sich entweder mit Schrecken ab – oder machen sich über ihn lustig.

Eines Tages besucht der Chef eines anderen Zirkusses die Schau und sieht Will. Er schreitet ein, als Will von Schuljungen misshandelt wird, nur um anschliessend von Will bespuckt zu werden. Der ist offensichtlich nicht gewohnt, dass ihm jemand ohne Hochmut, Zynismus oder Abscheu begegnet. Will schafft es schliesslich, sich dem Butterfly Circus anzuschliessen. Allerdings zerschlägt sich seine Hoffnung, dort selbst in gewohnter Weise präsentiert zu werden. “Es ist nichts inspirierendes daran, menschliche Fehlbildungen zur Schau zu stellen”, sagt Mendez, der Chef. Nick fühlt sich weiter nutzlos – und beneidet die übrigen Artisten um ihren Glanz und ihren Erfolg. Bis eines Tages Mendez Will aus seinem Selbstmitleid reißt: “Du selbst glaubst daran, nutzlos zu sein. Warum soll ich dich daher nicht nutzlos nennen.” Auf Will’s Verteidigung, dass er nunmal anders sei, bestätigt ihm Mendez dies: “Genau! Du bist im Vorteil. Je größer die Anstrengung, um so ruhmreicher der Triumph!”
Dieses Gespräch und die anschliessende Teilnahmslosigkeit als Will nach einem Sturz ins Wasser lernen muss, sich selbst zu helfen, führen schliesslich dazu, dass Will eine andere Einstellung zum Leben und seinem Zweck der Existenz gewinnt. Er bemitleidet sich nicht mehr selbst, sondern wird zur Quelle der Inspiration für viele Menschen. No limits!